Lungenkrebs, Lungentumor

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Rauchen und Feinstaub in der Luft sind die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung dieser Erkrankung. Der Lungenkrebs macht im Frühstadium oft kaum Beschwerden. Wichtiges Warnzeichen ist ein länger als vier Wochen dauernder, chronischer Husten. Die Behandlung besteht, je nach Stadium und Art des Lungenkrebses, aus Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie.

Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. Unter den Krebserkrankungen fordert der Lungenkrebs am meisten Todesfälle pro Jahr. Der Lungenkrebs entsteht in der Regel aus Zellen der Bronchialschleimhaut. Je nach Erscheinungsbild der Krebszellen unter dem Mikroskop unterscheidet man zwischen kleinzelligem Bronchialkarzinom und nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom. Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom macht etwa 85% der Lungenkrebserkrankungen aus.

Rauchen und Passivrauchen sind die weitaus wichtigsten Risikofaktoren zur Entstehung eines Lungenkrebses. Weitere bekannte Risikofaktoren sind Radon, ein radioaktives Edelgas, das natürlicherweise im Boden vorkommt und eingeatmet wird, sowie Luftverschmutzungen mit Feinstaub und Russpartikeln.

Der Lungenkrebs verursacht im Frühstadium meist wenig Beschwerden. Viele Tumoren werden daher bei einer Routineuntersuchung oder in einem späten Stadium entdeckt. Länger andauernde Beschwerden der Atemwege (über 4 Wochen) sind ein Warnzeichen und sollten unbedingt abgeklärt werden. Dazu gehören Husten, Auswurf, Heiserkeit und Schmerzen im Brustkorb. Sofort den Arzt aufsuchen sollte man bei Bluthusten oder Blutbeimengungen im Auswurf. Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Kräfteverlust können allgemeine Symptome einer Krebserkrankung sein.

Zur Diagnose eines Lungenkrebses wird zuerst eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht. Beim Vorliegen von verdächtigen Veränderungen werden weitere Untersuchungen wie Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und Computertomographie durchgeführt.

Die Behandlung des Lungenkrebses richtet sich nach der Art des Krebses und nach dem Stadium der Erkrankung. Ist die operative Entfernung des Tumors möglich, so steht die chirurgische Behandlung im Vordergrund. Für den Entscheid zur Operation spielen die Lokalisation des Tumors und der Allgemeinzustand des Patienten eine wichtige Rolle. Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom kann häufig operiert werden, während das kleinzellige Karzinom zum Zeitpunkt der Entdeckung leider meist schon Metastasen gebildet hat. Daher werden bei dieser Tumorart bevorzugt die Chemotherapie und die Strahlentherapie eingesetzt. Obwohl mit neueren Medikamenten Fortschritte in der Behandlung des Lungenkrebses erzielt werden konnten, ist in späten Stadien oft nur eine palliative Behandlung möglich.