Kinderwunsch – Künstliche Befruchtung in der Schweiz

Bei der ungewollten Kinderlosigkeit handelt es sich in den meisten Fällen nicht um eine vollständige Unfruchtbarkeit des Paares, sondern um eine Fruchtbarkeitsstörung. Diese lässt sich durch eine Vielzahl von medizinischen Betreuungsstrategien behandeln.

Eine solche Behandlung wird individuell auf Sie abgestimmt und reicht von hormonellen Behandlungen über erhaltende Massnahmen wie das Social Egg Freezing und Konservieren von Spermien, bis hin zur In-vitro-Fertilisation mit ICSI und Präimplantationsdiagnostik.

Sie interessieren Sich für eine künstliche Befruchtung im Ausland? Unsere Spezialisten verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Kinderwunsch und sind speziell geschult im Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Anforderungen und Erwartungen internationaler Patienten.

Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit

Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit

Die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit sind vielfältig und nicht selten eine Kombination aus mehreren Faktoren:

  • Männlich bedingt (reduzierte Spermienqualität)
  • Anatomisch bedingt (durch diverse typische Grunderkrankungen z.B. verschlossene Eileiter nach Infektionen, Endometriose, Adenomyose, Myome, Polypen, Asherman-Syndrom etc.)
  • Hormonell bedingt (Probleme mit der Hypophyse, PCOS, Diabetes mellitus, zu hohe Level der männlichen Hormone, Prolaktinerhöhung, Schilddrüsenerkrankungen etc.)
  • Altersbedingt (abnehmende weibliche Fruchtbarkeit ab 35 Jahren)
Erstgespräch und Untersuchungen bei Kinderwunsch

Erstgespräch und Untersuchung bei Kinderwunsch

Ein erstes Gespräch gibt Aufschluss über Ausgangslage und Möglichkeiten der Behandlung. Auf Basis des Erstgesprächs werden realistische Erfolgschancen abgeschätzt und erste Schritte der Behandlung definiert.Obligatorische Basis-Checks entscheiden über die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung:

  • Hormon-Panel, Infekt-Screening, 3D-Basis-Ultraschall
  • Abklärung von Eileiter und Gebärmutter
  • Spermiogramm

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen und Gesprächen ergibt sich eine persönlich auf Sie abgestimmte Betreuungsstrategie.

In-vitro-Fertilisation und ICSI

In-vitro-Fertilisation und ICSI

Die gängigste Methode der Unfruchtbarkeitsbehandlung ist die In-vitro-Fertilisation. In dieser findet die Befruchtung der Eizelle nicht im Körper der Frau statt, sondern „künstlich“ im Labor.

Ist die Samenqualität des Mannes beeinträchtigt, wird die verwandte ICSI-Methode angewandt, welche sich lediglich durch die Einführung des Spermiums in die Eizelle unterscheidet.

Neben den bekanntesten Kinderwunsch-Methoden empfehlen sich auch alternative Methoden. Unsere Spezialisten von Hirslanden International beraten Sie gerne.

Voraussetzungen

Voraussetzungen

Um eine IVF- oder ICSI-Behandlung durchführen zu können, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Basisdaten vorhanden (Hormonuntersuchung der Frau, Ultraschall, Spermiogramm)
  • Alter der Frau maximal zwischen 43-44 Jahre, Alter des Mannes maximal 63- 65 Jahre
  • Negativer HIV, Hepatitis B/C, Lues -Status beider Partner
  • Nachgewiesene Immunität gegenüber Röteln und Windpocken
  • Stabile Partnerschaft (das Paar muss nicht verheiratet sein)

Eine Selektion von Embryonen nach Geschlecht oder äusseren Merkmalen ist in der Schweiz gesetzlich verboten.

Erfolgschancen bei künstlicher Befruchtung

Erfolgschancen bei künstlicher Befruchtung

Die Erfolgswahrscheinlichkeit hängt ganz entscheidend und in erster Linie vom Alter der Frau und ihrer individuellen Eizellreserve ab. Ab 35 Jahren halbieren sich die Erfolgsaussichten bis zum 40. Lebensjahr.

Die individuelle Eizellreserve wird während der Abklärungsphase mittels dreier Tests genauer bestimmt:

  • Anti-Müller Hormon, AMH
  • Follikel-Stimulierendes Hormon, FSH
  • Antraler Follikel Count, AFC

Auf Basis dieser Resultate kann Ihnen Ihr Arzt eine persönliche und relativ präzise Einschätzung abgeben, welche Erfolgschancen ihr Kinderwunsch besitzt.
Bei ausreichender Spermienqualität ist die Schwangerschaftsrate mit ICSI vergleichbar mit der einer herkömmlichen IVF. Jedoch lassen sich mit ICSI die Fälle vermeiden, in denen mit herkömmlicher IVF trotz normaler Samenuntersuchung keine Eizellen befruchtet werden.

Ist die Fruchtbarkeit des Mannes eingeschränkt oder sind vorherige Inseminations- oder IVF-Behandlungen fehlgeschlagen, sollte auf jeden Fall die ICSI-Methode gewählt werden.

Risiken

Risiken

Eine künstliche Befruchtung führt nicht automatisch zu einer Schwangerschaft, und ein unerfüllt bleibender Kinderwunsch kann eine seelische Belastung für die betroffenen Paare sein. Ihr Arzt wird deshalb vor einer möglichen Behandlung immer das Gespräch mit Ihnen und Ihrem Partner suchen, um Ängste, Sorgen und Erwartungen zu besprechen und über das weitere Vorgehen aufzuklären.

Zur Gewinnung der Eizelle muss ein kleiner ambulanter Eingriff in Kurznarkose durchgeführt werden. Hier müssen die seltenen Risiken von Eizellpunktion und Kurznarkose in Betracht gezogen werden.

Detaillierte Informationen zu den gängigsten Methoden der künstlichen Befruchtung finden Sie direkt unter In-vitro-Fertilisation und ICSI. Unsere Spezialisten von Hirslanden International beraten Sie gerne im Voraus.