ICSI – Künstliche Befruchtung in der Schweiz

ICSI steht für intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Bei dieser Methode der künstlichen Befruchtung wird eine Eizelle im Labor direkt mit einer ausgesuchten Samenzelle befruchtet.

Die Ärzte und medizinischen Experten von Hirslanden verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Durchführung von IVF- und ICSI-Behandlungen und sind speziell geschult im Umgang mit den unterschiedlichen kulturellen Anforderungen und Erwartungen internationaler Patienten.

Wann wird die ICSI-Behandlung angewandt?

Eine ICSI-Behandlung wird durchgeführt, wenn die Spermienqualität des Mannes vermindert ist oder eine eingeschränkte Anzahl und Beweglichkeit der Spermien vorliegt.
Unsere Spezialisten von Hirslanden International beraten Sie gerne zum Thema ICSI-Behandlung in der Schweiz.

Unterschied von In-vitro-Fertilisation und ICSI

Bei einer herkömmlichen In-vitro-Fertilisation (IVF) werden 100.000 Samenzellen mit der Eizelle im Reagenzglas zusammengebracht. Ist die Spermienqualität des Mannes ungenügend, oder werden nicht ausreichend Samenzellen produziert, ist eine herkömmliche IVF nicht erfolgversprechend.

Die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) hingegen schon: Der Vorteil dieser Behandlungsmethode liegt darin, dass nur eine einzige Samenzelle benötigt wird. Die Eizelle wird vom erfahrenen Biologen also gezielt mit einem ausgewählten, schnellen und optisch einwandfreien Spermium befruchtet.

Mehr zu Erfolgschancen und Risiken einer In-vitro- oder ICSI-Behandlung erfahren Sie in der Übersicht zum Thema Kinderwunsch.

Ablauf der ICSI

Der Behandlungsablauf einer ICSI ist ähnlich wie bei einer herkömmlichen IVF:

  1. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihrem Hirslanden-Arzt überprüft er die Spermienqualität des Mannes und führt bei der Frau eine Hormonbehandlung durch. Das verhindert einen vorzeitigen Eisprung und regt die Eierstöcke an, mehrere Eibläschen gleichzeitig reifen zu lassen.
  2. In den folgenden zwei Wochen prüft Ihr Arzt bei regelmässigen Kontrolluntersuchungen, wie weit die Eizellen herangereift sind und ob der Eisprung ausgelöst werden kann. Ist dieser Moment gekommen, entnimmt Ihr Arzt die Eizellen aus den Eierstöcken. Dieser Eingriff erfolgt ambulant im Zentrum Ihres Hirslanden-Arztes und Sie können die Klinik noch am selben Tag verlassen. Der Mann gibt gleichentags eine Samenprobe ab. Diese wird mit verschiedenen Methoden wie z.B. der sogenannten physiologischen Spermienselektion aufbereitet, um die geeignetsten Spermien auszuwählen.
  3. Nun kommt es zur eigentlichen intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI): Die Samenzelle wird direkt in die Zellflüssigkeit der Eizelle übertragen. Diese Eizellen werden nun drei bis fünf Tage lang zu Embryonen entwickelt und beobachtet. 
  4. Anschliessend überführt Ihr Hirslanden-Arzt ein bis zwei Embryonen zurück in die Gebärmutter der Frau (Embryotransfer). Haben sich weitere Embryonen gut entwickelt, so werden sie auf Wunsch in flüssigem Stickstoff eingefroren, im Labor gelagert und stehen Ihnen für eventuelle weitere Behandlungen in Zukunft zur Verfügung.

In besonderen Situationen kommen an Stelle der normalen ICSI-Behandlung Sonderformen zum Einsatz wie z.B. pICSI (Physiologische ICSI, bei der sich optimale Spermien selbst präsentieren), IMSI (besonders detaillierte Analyse des Spermiums unter dem Spezialmikroskop) oder Co-Behandlung mit Calciumionophor.