Brustkrebs,Mammakarzinom

Der Brustkrebs, medizinisch Mammakarzinom, ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach den Wechseljahren ist das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, höher. Aber auch jüngere Frauen können an einem Brustkrebs erkranken. Früherkennung ist wichtig, denn die Heilungschancen bei Brustkrebs sind im Anfangsstadium deutlich besser.

Die Entstehung des Brustkrebses beginnt mit einem unkontrollierten Wachstum von Krebszellen in der Brustdrüse. Oft dauert es Jahre, bis der Tumor eine Grösse erreicht, wo er tastbar oder erkennbar wird. Die genauen Ursachen, warum ein Brustkrebs entsteht, sind weitgehend unbekannt. Familiäre Veranlagung, Kinderlosigkeit, Hormonersatztherapie während den Wechseljahren oder Übergewicht sind Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden sind. Bei Häufung von Brustkrebs in der Familie sollte eine genetische Untersuchung stattfinden. Frauen, die eine Mutation auf den BRCA1- oder BRCA2-Genen tragen, weisen ein sehr hohes Risiko für Brustkrebs auf. Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Unterschieden wird der Brustkrebs hauptsächlich nach den biologischen Eigenschaften der Krebszellen. Besonders wichtig ist dabei die Erkennung von Hormonrezeptor-Positiven und HER2-Rezeptor-Positiven Brustkrebsarten. Dies spielt eine wichtige Rolle bei der Festlegung der geeigneten Therapie.

In ein Frühstadium verursacht der Brustkrebs im Allgemeinen wenig bis gar keine Beschwerden. Daher sollte jede Veränderung der Brust medizinisch abgeklärt werden, um einen möglichen Brustkrebs frühzeitig zu entdecken. Knoten oder Verhärtungen in der Brust, Veränderungen an den Brustwarzen, Ausfluss aus der Brustwarze und Veränderungen an der Brustform können Hinweise auf eine Brustkrebserkrankung sein. Ab dem 50. Lebensjahr werden regelmässige Vorsorgeuntersuchungen mit einer Mammographie empfohlen.

Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung zur Diagnose eines Brustkrebses. Mit der Mammographie kann der Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden. Allerdings ist nicht jede verdächtige Veränderung, die bei einer Mammographie festgestellt wird, tatsächlich ein Brustkrebs. Daher muss bei einem Verdacht die Diagnose immer mit einer Biopsie Untersuchung bestätigt werden.

Die Behandlung des Brustkrebses richtet sich nach der Brustkrebsart und dem Stadium der Erkrankung. Hormon-Positive Brustkrebsarten werden mit einer Antihormon-Therapie behandelt. HER2-Positive Brustkrebsarten werden mit speziellen Anti-HER2-Medikamenten behandelt. Vor der medikamentösen Therapie erfolgt in der Regel die chirurgische Entfernung des Tumors. Heute wird meist brusterhaltend operiert. Eine Brustentfernung ist nur noch in Ausnahmefällen notwendig. Mehr zu den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in dem Kapitel Brustkrebsoperationen. Nach der Operation erfolgt häufig noch eine Strahlentherapie.